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Zukunft der Krankenversicherung

Bürgerversicherung oder Kopfpauschale - Visionen der Politik, wie es mit der Krankenversicherung weiter gehen soll

Seit die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die Privaten Krankenversicherer (PKV) Anfang des Jahres ihre Zahlen für 2011 bekannt gegeben haben und bereits seit Herbst 2011 einige Private Kassen ihre Prämien kräftig angehoben haben, ist wieder eine Diskussion um die Zukunft der Krankenversicherung in Deutschland entbrannt. Es geht dabei auch um die immer älter werdende Gesellschaft und wie die Kosten in Zukunft für alle Seiten gerecht geregelt werden können. Nachfolgend erklären wir einige Begriffe (Bürgerversicherung oder Kopfpauschale) und Positionen:

Inhalt:

Private Krankenversicherung abschaffen?

Mit seiner Aussage, die PKV abzuschaffen, hat AOK-Chef Jürgen Graalmann Ende März 2012 für Aufruhr gesorgt. In einem Interview mit der Deutschen Presseagentur, das danach durch alle Medien ging, sagte der Vorstandsvorsitzende der Allgemeinen Ortskrankenkassen: "Die Private Krankenversicherung" kann nicht so weitermachen wie bisher. Ich halte das Geschäftsmodell der PKV im Bereich der Vollversicherung für gescheitert. Das ist an den immer weiter steigenden Beiträgen und dem immensen Kostenproblem der PKV zu sehen. Große private Krankenversicherungen wissen das längst, auch die Politik hat das zum Glück inzwischen erkannt. Aus Umfragen wissen wir: Jeder dritte Privatversicherte würde gern zu einer gesetzlichen Kasse wechseln.“

Der Bundesverband der Privaten Krankenversicherer reagierte prompt mit folgendem Statement von Direktor Volker Leienbach: „Die abfälligen Äußerungen des Vorsitzenden des AOK-Bundesverbandes über die Private Krankenversicherung haben mit der Realität nichts zu tun. Wider besseres Wissen erfindet Herr Graalmann ein Horrorszenario, das durch nichts belegt ist. Tatsache ist vielmehr, dass es aktuell so viele Privatversicherte gibt wie nie zuvor: 9 Millionen Vollversicherte und 22 Millionen Zusatzversicherungen – und alle kommen freiwillig in die PKV. (...) Nur die Private Krankenversicherung trifft Vorsorge für den demografischen Wandel. Die Privatversicherten haben einen großen Kapitalstock für ihre höheren Kosten im Alter gebildet – während die GKV ihre steigenden Ausgaben einfach den kleiner werdenden künftigen Generationen überlässt. Umso mehr stärkt der solide Finanzierungsbeitrag der PKV die Gesundheitsversorgung. Das kommt allen Patienten zugute, auch den GKV-Versicherten. Je mehr Menschen und Leistungen kapitalgedeckt in der PKV abgesichert werden, desto besser für die Zukunft des Gesundheitswesens.“ Dem Verband gehören 43 Unternehmen der Privaten Krankenversicherung an, bei denen mehr als 31 Millionen Versicherungen bestehen: Rund 9 Millionen Menschen sind komplett privat krankenversichert, dazu gibt es über 22 Millionen Zusatzversicherungen.

Kritik der Verbraucherzentralen an Tariferhöhungen der PKV

Ins ähnliche Horn wie der AOK-Chef stieß einen Tag später der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Der vzbv hatte 144 Beschwerden von Privatversicherten zwischen Oktober 2011 und März 2012 unter die Lupe genommen und kam zu dem Schluss: „Privatkassen erhöhen teilweise massiv die Beiträge und erschweren einen Wechsel in kostengünstigere Tarife.“

Die Verbraucherzentralen (VZ) fordern deshalb die Bundesregierung auf, den Wechsel in einen günstigeren Tarif beim bestehenden Versicherer zu vereinfachen und allen Versicherten den Wechsel zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. Bisher ist das nur schwer bis gar nicht möglich. Darüber hinaus fordern die Verbraucherschützer eine grundlegende Reform der Privaten Krankenversicherung.

In den überprüften Fällen stiegen die Versicherungsprämien zum Jahreswechsel 2011/2012 im Durchschnitt um 23,9 Prozent. Besonders negativ fielen die Central Krankenversicherung auf mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 28,4 Prozent und die Gothaer Versicherung mit 26,4 Prozent. Negative Spitze war eine Erhöhung bei einem Versicherten um 60 Prozent bei der Central. Die Recherchen der VZ ergaben, dass besonders langjährige Bestandskunden und ältere Versicherte von den Erhöhungen betroffen waren.

Die Erhebung zeigte auch, dass das Recht der Privatpatienten, in einen günstigeren Tarif zu wechseln, vielfach unterlaufen wird. Nur in 4 der 144 Fälle war in den Unterlagen zu erkennen, dass der Wechsel problemlos möglich wäre. Vzbv-Vorstand Gerd Billen sagte, dass es innerhalb der PKV an einer Qualitätssicherung bei den Leistungserbringern und einer wirksamen Kostendämpfung fehle: „Die Folgen einer finanziellen Überforderung der Verbraucher dürfen nicht sozialisiert werden, sondern müssen innerhalb des PKV-Systems gelöst werden.“

Auch hierauf reagierte der Verband der Privaten Krankenversicherer mit einer Pressemitteilung umgehend und stellte klar: Dass die Verbraucherzentrale aus bundesweit 144 Beschwerden bei insgesamt 9 Millionen Privatvollversicherten allen Ernstes Schlussfolgerungen über angebliche Systemfehler der PKV ziehen will, ist schlicht unseriös. Mehrere unabhängige Branchen-Analysedienste haben aktuell einen Beitragsanstieg in der PKV von durchschnittlich nur rund 2 Prozent festgestellt. Laut PKV-Chef Volker Leinenbach hat das Analysehaus „Morgen & Morgen“ sogar nachgewiesen, „dass es für rund 45 Prozent der PKV-Tarife 2012 gar keine Beitragserhöhung gibt“. Und er verweist auf weitere Studien: „Die Experten der Deutschen Aktuarvereinigung haben die langfristige Beitragsentwicklung von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung seit 1997 analysiert. Demnach betragen die jährlichen Steigerungen im Schnitt in der PKV knapp 3,3 Prozent und in der GKV rund 3,1 Prozent. Das zeigt: Die steigenden Gesundheitskosten betreffen beide Versicherungssysteme gleichermaßen, wobei die PKV mit ihren kapitalgedeckten Alterungsrückstellungen weitaus besser darauf vorbereitet ist.

Für Versicherte, die mit einer massiven Tariferhöhung nicht klarkommen, zeigt er mögliche Lösungen auf: „In Einzelfällen, in denen sich Versicherte von der Beitragsentwicklung in ihrem Tarif überfordert fühlen, gibt es wirksame Alternativen. Jeder Privatversicherte hat das gesetzliche Recht zum Wechsel in andere, preiswertere Tarife seines Versicherers. Und in Problemfällen gibt es für langjährig Privatversicherte einen funktionierenden Sozialtarif: den brancheneinheitlichen Standardtarif mit deutlich geringeren Beiträgen bei Leistungen entsprechend der Gesetzlichen Krankenversicherung.“

Ist eine Bürgerversicherung oder Kopfpauschale die Lösung?

Alle Parteien im Bundestag machen sich seit Jahren Gedanken, wie unser Gesundheitssystem und die Beitragszahlung zukünftig aussehen kann. Bei SPD, Grünen und Die Linke wird mit dem Schlagwort "Bürgerversicherung" argumentiert. Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP sind für die "Kopfpauschale", auch unter dem Begriff "Gesundheitsprämie" bekannt. Nachfolgend die wichtigsten Argumente der Parteien:

Bürgerversicherung

SPD:

  • Es wird zukünftig keine Trennung zwischen gesetzlich und privat Versicherten mehr geben. Damit tragen auch die Besserverdiener, die bisher eher in der PKV versichert sind, zur Bürgerversicherung bei. Zusätzlich fließen Gewinne aus großen privaten Kapitalvermögen über die Zinsabgeltungssteuer in den Gesundheitsfonds. Der Krankenkassenbeitrag wird also nicht nur aus dem monatlichen Gehalt errechnet, sondern auch aus sonstigen Einnahmen wie Miete, Geldanlagen etc.
  • Mit dem Konzept der Bürgerversicherung sollen alle Versicherten zum gleichen Bürgertarif versichert werden und somit die bestehende Zwei-Klassen-Medizin überwunden werden. Alle sollen am medizinischen Fortschritt teilhaben, in der Bürgerversicherung entscheidet alleine die Schwere der Krankheit über Art und Schnelligkeit der Behandlung.
  • Die Arbeitgeber übernehmen künftig wieder den gleichen Anteil an der Finanzierung wie die Arbeitnehmer, weil der Arbeitgeberbeitrag in der Bürgerversicherung auf die volle Lohnsumme erhoben wird. Geringverdiener erhalten ggf. eine staatliche Unterstützung, um ihren Beitrag leisten zu können. Ihre Finanzierung über die drei Säulen Bürgerbeitrag, Arbeitgeberbeitrag und Steuerbeitrag sorgt dafür, dass ausreichend Mittel für die Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen.

Bündnis 90/Die Grünen:

  • Alle Bürger, auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige, werden Mitglied in der Bürgerversicherung. Die bisher privat Versicherten werden ebenfalls in die Bürgerversicherung aufgenommen. Ihre zusätzlichen Leistungsansprüche, die sie über die Private Krankenversicherung erworben haben, bleiben ihnen erhalten und werden über Zusatzversicherungen gewährleistet.
  • Da alle Einkunftsarten in die Finanzierung der Krankenversicherung einbezogen werden, sollen kleine und mittlere Einkommensbezieher entlastet werden, indem für Vermögensgewinne, Mieteinnahmen etc. Freigrenzen eingeräumt werden und die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird.
  • Die Krankenkassen sollen ihre Beiträge wieder selbst festlegen können und die für den Krankenversicherungsschutz notwendigen Ausgaben vollständig über diese Beiträge getragen werden, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte daran beteiligt werden.
  • Kinder werden wie bisher kostenlos versichert. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner, die nicht arbeiten, müssen solange keine Beiträge zahlen, wenn sie Kinder erziehen oder jemanden pflegen. Für alle anderen wird ein Splitting eingeführt. Dabei wird das Einkommen des arbeitenden Partners rechnerisch auf beide Personen verteilt und daraus die Krankenkassenbeiträge berechnet. Damit ändert sich für Versicherte mit einem Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze nichts. Besserverdienende müssen dagegen auf einen höheren Anteil ihres Einkommens Versicherungsbeiträge entrichten als bisher.
  • Die Bürgerversicherung kann auch durch Private Krankenversicherungsunternehmen angeboten werden, die sich dabei dem Wettbewerb mit den gesetzlichen Kassen stellen müssen. Ob er sich bei einer Privaten oder einer Gesetzlichen Kasse versichert, bleibt jedem Bürger selbst überlassen.

Die Linke:

  • Jeder Mensch wird Mitglied der solidarischen Bürgerversicherung. Alle Einkommensarten werden einbezogen, d. h. alle, auch die heute privat Versicherten, zahlen entsprechend ihrem Einkommen aus Löhnen, Honoraren sowie Miet-, Pacht- und Kapitalerträgen in die Bürgerversicherung ein.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze wird abschafft. Der Beitrag richtet sich damit nach der finanziellen Leistungsfähigkeit: Wer wenig hat, zahlt wenig, wer mehr hat, zahlt in absoluten Beträgen mehr.
  • Die Arbeitgeber tragen die Hälfte der Beiträge ihrer Beschäftigten auf Löhne und Gehälter
  • Die Private Krankenversicherung wird als Vollversicherung abgeschafft und auf Zusatzversicherungen beschränkt.
  • Praxisgebühr und andere Zuzahlungen, Zusatz- und Sonderbeiträge werden abgeschafft.
Kopfpauschale / Gesundheitsprämie

CDU/CSU und FDP:

  • Nach heutigem Stand berechnet (Beschluss der CDU von 2004) soll in Zukunft jeder Versicherte durchschnittlich 109 Euro als persönliche Gesundheitsprämie an seine Krankenkasse zahlen, höchstens aber 7 Prozent seines Bruttoeinkommens. Ein Versicherter mit einem Einkommen von 1.000 Euro monatlich muss also nur 70 Euro zahlen. Die Differenz zur vollen persönlichen Prämie von 109 Euro, also 39 Euro, wird in einem automatisierten Verfahren über das Finanzamt zugezahlt. Der Versicherte muss dafür nichts zusätzlich tun. Auch Ehepaare zahlen höchstens 7 Prozent des Haushaltseinkommens. Kinder sind beitragsfrei mitversichert.
  • Auch die Arbeitgeber beteiligen sich an den Gesundheitskosten: Sie zahlen einen dauerhaft festen Satz von 6,5 % des beitragspflichtigen Brutto-Einkommens. Von diesem Geld fließen 60 Euro pro Versichertem an die Kassen, die Arbeitgeberprämie. Der Rest des Geldes wird u.a. für den sozialen Ausgleich für Geringverdiener verwandt – also für die Versicherten, die weniger als 109 Euro selbst zahlen.
  • Geplant ist, die Gesundheitsprämie nur von den derzeit bereits gesetzlich Versicherten zahlen zu lassen, Beamte, Selbstständige, Besserverdienende sind nicht davon betroffen, die Privaten Krankenkassen bleiben bestehen.
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Weshalb wechseln viele?
Weil sie in der Regel über die private Krankenkasse günstigere Beiträge haben und dazu noch besser versichert sind. Im Jahr 2014 wechselten rund 115.000 Deutsche von der Gesetzlichen in die Private Krankenversicherung. Insgesamt waren 2015 rund 8,83 Millionen Menschen bei einem der 42 PKV Mitgliedsunternehmen versichert.
Wie viel kann ich sparen?
Das ist ganz unterschiedlich und kommt auf Ihre individuelle Situation, sowie auf Ihren Verdienst an. Generell gilt, dass Ledige mit hohem Nettoeinkommen und Versicherte mit niedrigem Eintrittsalter am meisten sparen können. Wichtigstes Kriterium ist jedoch die Beitragsstabilität.
Was kostet der Vergleich?
Unser Online-Service ist für Sie kostenlos. Eine umfangreiche und unabhängige Beratung ist für uns selbstverständlich. Wir bauen auf eine langfristige, vertrauensvolle Partnerschaft mit unseren Kunden, die auf das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. Unsere Provisionen erhalten wir direkt von den Versicherungsgesellschaften.
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